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    Standard Die größten IT-Irrtüme...

    Yahoo lässt sich Facebook durch die Finger gehen - Microsoft rettet Apple

    Große und wichtige High-Tech-Deals kommen nicht zu einem Abschluss. Vielversprechende neue Produkte und Dienste erblicken nie das Licht der Welt. Warum das so ist? ManagerInnen und Unternehmen erkennen die Potenziale nicht oder lassen sich große Chancen durch die Lappen gehen. Hier ein kleiner Überblick über jene Entscheidungen, die viele ManagerInnen wohl gerne wieder rückgängig machen würden.

    Yahoo und Facebook

    Im Jahr 2006 will Yahoo das zwei Jahre alte Facebook übernehmen. Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, erhält ein Angebot über eine Milliarde Dollar. Doch kurz vor dem Abschluss kommen finanzielle Schwierigkeiten auf Yahoo zu. Das Angebot wird auf 800 Millionen reduziert. Zuckerberg lehnt ab, zwei Monate später wird das Angebot wieder auf eine Milliarde erhöht - da ist es aber bereits zu spät.

    "Der iPod wird kein Erfolg"

    Auch wenn es vielleicht viele Leute glauben mögen, Steve Jobs hat den iPod nicht erfunden. Es war Entwickler Tony Fadell. Fadell konnte sein Konzept weder bei seinem früheren Arbeitgeber Philips noch im Jahr 2000 bei Real Networks umsetzen. Beide Unternehmen glaubten nicht an sein Konzept aus Player und Contentsystem. Bei Apple fand der Entwickler schließlich Gehör und arbeitete bis 2008 bei Apple.

    Die DVD-Nachfolge

    Sony und Toshiba entschieden sich, lieber gegen- als miteinander an einem DVD-Nachfolger zu werken. Blu-ray vs. HD-DVD beschäftigte einige Zeit die IT-Welt. Der Erfolg? Milliarden Dollar wurden verpulvert, die KundInnen verunsichert und auch heute werden ungleich mehr DVDs verkauft als Blu-rays. Und schon kündigt sich die Zukunft in Form von Streaming Media und Video on Demand an.

    Digital Research: Das andere Microsoft

    Ein echter Klassiker aus dem Jahr 1980. IBM suchte ein Betriebssystem für seinen brandneuen IBM-PC. Microsoft war nicht die erste Wahl, sondern - auf Vorschlag von Bill Gates - Gary Kildall von Digital Research, Entwickler des CP/M-Betriebssystems. Die Legende besagt, dass Kildall, da er gerade in Verhandlungen mit anderen Unternehmen war, seiner Frau die Verhandlungen mit IBM überließ. Ihr gefielen einige Punkte des IBM-Vorschlags aber nicht und so wurde nichts aus dem Deal. IBM ging zurück zu Microsoft und so lieferten Gates und Mitbegründer Paul Allen MS-DOS, entwickelt basierend auf Tim Patersons QDOS (the Quick and Dirty Operating System), das seinerseits selbst auf CP/M fußte. IBM lieferte nun Microsofts DOS für 60 Dollar und auch eine Version von CP/M für 240 Dollar aus. Das billigere Produkt setzte sich durch, der Rest ist Geschichte.

    Xerox, der Alto und Apple

    Mehr als zehn Jahre vor Apple Macintosh und den Windows PCs - ja sogar noch vor dem MITS Altair, entwickelte Xerox den "Alto", den ersten Rechner der Welt mit einem Fenster-basierten grafischen Interface. Der Alto verfügte über eine Maus und Ethernet und einen "what-you-see-is-what-you-get" (WYSIWYG) -Textprozessor. Der Alto wurde in rund 1000 Stück produziert und an Universitäten ausgeliefert. Doch dann entschied man sich bei Xerox für einen anderen Weg. Steve Jobs besuchte 1979 das Unternehmen sah den Alto und integrierte zahlreiche Features in den Apple Lisa und folgende Macs. Xerox erkannte seine Versäumnisse und reagierte mit dem Xerox Star - aber auch hier war man danach zu spät am Markt.

    Die Musikindustrie oder wie sie die Welt sieht

    Seit zehn Jahren können Internet-AnwenderInnen der Demontage der Musikindustrie zusehen. Damals, im Jahr 1999, erklärten die Labels Napster den Krieg, ohne jedoch selbst ein sinnvolles Geschäftsmodell für den Online-Handel bereit zu haben. Napster CEO Hank Barry versuchte die Musikindustrie zu überzeugen, dass man sich auf ein Bezahl- und Rechtemodell ähnlich der damals gültigen Radiorechteverwertung einigt. Er stieß auf taube Ohren. Die Napster-Fans wanderten zu Gnutella und Grokster ab. 2000 startete MP3.com - ein Dienst, der es ermöglicht, dass registrierte UserInnen Lieder ihrer privaten CD-Sammlung uploaden und dann als Stream über unterschiedliche PCs abspielen konnten. Auch hier klagte die Musikindustrie und MP3.com verschwand. Dann begannen die Verfahren gegen Grokster, Morpheus, Kazaa und tausende "MusikpiratInnen". Heute ist man dort, wo man 2000 schon hätte starten können - bei Streaming-Services und Partnermodellen.

    Compuserves Ende

    Compuserve hat es geschafft sich von einem absolut dominanten zu einem mehr oder weniger unwichtigen Teil des Internet zu "mausern". In den frühen 90er Jahren hatte Compuserve eine etablierte, große UserInnen-Basis und unglaubliche Mengen an KundInnendaten. Während Compuserve in seinem Elfenbeinturm schlummerte und sich nicht den Trends der Zeit beugen wollte, kam AOL und weg war das Geschäft. 1997 kaufte AOL seinen ehemaligen Konkurrenten und drehte im Juni den Hahn endgültig zu.

    Craigslist.org und die Zeitungen

    Vor gar nicht allzu langer Zeit waren es die Kleinanzeigen, die den Zeitungen große Umsätze brachten, dann kam Craiglist und das kostenlose Internet und weg war der Kuchen. Dabei war es 2005 fast soweit, dass ein US-Zeitungskonsortium Craiglist aufgekauft hätte. Die Gefahr wurde unterschätzt, der Preis für zu hoch angesehen und der Rest ist Geschichte.

    Open Text - die Zeit vor Google

    Ja es gab sie, die Zeit vor und ohne Google. Mitte der 90er Jahre schickte sich eine Suchmaschine an die WWWelt zu verändern - es war der "Open Text Web Index". Er war schnell, genau und seiner Zeit voraus. 1995 teilten die EntwicklerInnen mit, dass jedes Wort in den fünf Millionen Dokumenten im Netz indiziert worden sei. Damals integrierte Yahoo den Index in seine Suche und dann? Zwei Jahre später war Alles anders. Open Text wechselte von der Suche zum Enterprise Content Management. Ein Jahr später kam Google.

    Die Rettung des faulenden Apfels

    Über diesen Punkt werden wohl die meisten UserInnen diskutieren: Microsofts Rettung von Apple. Vor zehn Jahren war Apple in ernsthaften Problemen. Die Mac-Verkäufe erreichten ein historisches Minimum. vor allem wegen billigerer Klone von Power Computing und Radius. Dem Unternehmen ging das Geld aus, die Aktien fielen in den Keller. Doch dann kam der rettende Geldsegen: Microsoft butterte 150 Millionen Dollar in Apple. Das Unternehmen konnte überleben und sich mit dem iPod wieder in ungeahnte Höhen katapultieren. Ob eine Welt ohne Apple besser wäre? Wahrscheinlich hätte man dann heute seine liebe Not mit WinTunes auf den WinPhones. Der Online-Musik und-Videomarkt würde stagnieren, oder schlimmer, er würde von Hollywood kontrolliert und auch echte Alternativen zu Windows wären dünn gesät.(red)

    ______________

    Quelle find ich ganz interessant...

  2. #2
    Gast220111 Gast

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    Vieles kannte ich schon, aber gute Auflistung. Mich regt nur das "KundInnen", "ManagerInnen", "AnwenderInnen" usw in den AT-Medien auf.
    Klicke mich jeden Tag durch Google News durch und lande oft auf DerStandard und so und muss die ständig mitlesen. Warum machen die das überhaupt?^^

    Die Liste könnte man aber noch verlängern. Z.B. iTunes und geschlossene Gesamtpakete von Apple sind sooo schlecht (sind sie imo auch) aber seit einigen Jahren springen alle größeren IT Konzerne mit auf den Zug auf, weil sie selber nichts besseres bieten können. Würde mir da eine gute Alternative wünschen. Aber nicht wie Google es macht, da läuft ja auch gerade einiges schief weil sie freie und "Apple-like" Elemente kombinieren wollten/wollen.

    Oder dass man immer noch meint das Mini-Spiele (AppStore, Minis usw) nicht ernst genommen werden sollten, obwohl ich find, dass diese Spiele in Zukunft stärker die Branche dominieren werden.

    Oder noch weiter ausgeholt, dass man Computer-Spielen in den etabilierten Medien immer noch nicht den gleichen Rang einräumt wie Filmen und Liedern, obwohl diese auch eine sehr große Menschenmasse ansprechen und große Umsätze einbringen.

  3. #3
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    Zitat Zitat von ATeKa Beitrag anzeigen

    Oder noch weiter ausgeholt, dass man Computer-Spielen in den etabilierten Medien immer noch nicht den gleichen Rang einräumt wie Filmen und Liedern, obwohl diese auch eine sehr große Menschenmasse ansprechen und große Umsätze einbringen.
    kann dir da nur zustimmen

    auch unsere psp wird in der spiele-szene auch wenig beachtet
    z.B. in Computerbild-spiele gibts mehr zu iPod als zu PSP -.-

  4. #4
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    Zitat Zitat von MasTa-Zocker Beitrag anzeigen
    kann dir da nur zustimmen

    auch unsere psp wird in der spiele-szene auch wenig beachtet
    z.B. in Computerbild-spiele gibts mehr zu iPod als zu PSP -.-
    Was daran liegt das es für den iPod inzwischen mehr Release gibt als für die PSP. Die PSP ist halt leider nicht mehr sehr lebendig. Daher hoffe ich das zur E3 oder zur GC endlich die PSP2 angekündigt wird. ^^

  5. #5
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    PSP ist find ich sehr lebendig^^
    kommen doch immer noch coole Games raus.
    Zuletzt Prince of Persia und Modnation Racers

  6. #6
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    Zitat Zitat von Obscure Beitrag anzeigen
    PSP ist find ich sehr lebendig^^
    kommen doch immer noch coole Games raus.
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    Ob die nun cool sind ist Geschmackssache ^^

  7. #7
    Avatar von flasherle
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    Zitat Zitat von Voldo X Beitrag anzeigen
    Ob die nun cool sind ist Geschmackssache ^^
    zumindest cooler als die ganzen 2 minuten spiele auf den i-products...
    -----
    Zitat Zitat von DrIGGI Beitrag anzeigen
    Die DVD-Nachfolge

    Sony und Toshiba entschieden sich, lieber gegen- als miteinander an einem DVD-Nachfolger zu werken. Blu-ray vs. HD-DVD beschäftigte einige Zeit die IT-Welt. Der Erfolg? Milliarden Dollar wurden verpulvert, die KundInnen verunsichert und auch heute werden ungleich mehr DVDs verkauft als Blu-rays. Und schon kündigt sich die Zukunft in Form von Streaming Media und Video on Demand an.

    naja das find ich schon sehr an den haaren herbei gezogen. denn erstens wurde nicht über geld der formatstreit entschieden sondern über den kopierschutz, der bei der bluray länger gehalten hat als auf der hd-dvd, weshalb sich die ganzen großen filmstudios für BR entschieden haben.
    zusätzlich dauert es noch ne ewigkeit bis alle leute in D einen schnell genugen anschluss haben um fullhd streams zu empfangen...
    Geändert von flasherle (25.05.2010 um 08:43 Uhr) Grund: Automatisch zusammengefügter Doppelpost

  8. #8
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    Zitat Zitat von flasherle Beitrag anzeigen
    zumindest cooler als die ganzen 2 minuten spiele auf den i-products...
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    Jau das Stimmt ^^

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